Windows 10 mag Visual Studio 2015 nicht – nanu!

Naja, ich muss das ein wenig relativieren. Nach einigen erfolgreichen Migrationen auf Windows 10 war nun gestern mein Arbeitsplatzrechner an der Reihe. Eine ziemlich alte Windows 7 32 Bit (wg. einer Nexus DVB-S TV Karte) Installation, auf der sich SEHR viel Krams im Lauf der Jahre angesammelt hat (e.g. mehrere Versionen Visual Studio, dazu SQL Server, Office, …). Der Upgrade auf Windows 10 Home dauert daher auch recht lange (klar, er muss ja die Features aus der Windows Installer Datenbank übernehmen) und dann, so nach ca. 100 Minuten bei 70% Gesamtfortschritt (90% Features & Treiber) stehe ich plötzlich am rien ne va plus…

Über dem großen Kreis mit dem Gesamtforschritt erscheint ein Windows Befehlszeilenfenster (!), ohne Inhalt mit dem Titel „Microsoft Visual C++ Runtime …“ – leider ohne Versionsnummer. Es handelt sich offenbar (?) um den Versuch, irgendeine Visual C++ Runtime zu installieren. Jeder Versuch, das Fenster zu schliessen (Klick mit der Maus, ENTER im Fenster, Alt-F4) führt dazu, dass Windows 10 auf die Vorinstallation zurückfällt. Mist!

Nun habe ich leider eine ganze Reihe von C++ Runtime Versionen auf meinem Altsystem: 2005, 2008, 2010, 2012, 2013 und 2015. Ich hatte erst einmal die wirklich alten (2005 und 2008) im Verdacht und diese zusammen mit ähnlich alten Komponenten (e.g. SQL Compact 2005, 3.5 und 4.0) entfernt. Leider ohne Erfolg.

Im Windows 10 Setup Protokoll (setupact.log) gehörte der letzte Eintrag zum Visual Studio 2015, das ich kurz vorher (RTM wohlgemerkt) installiert und ausprobiert hatte. Also schweren Herzens (das hat fast 2 Stunden gedauert – Löschen von einer SSD, echt heftig) Visual Studio 2015 samt C++ 2015 Runtime deinstalliert und siehe da: die Windows 10 Installation läuft durch. Ich gehe davon aus, dass ich darauf auch wieder Visual Studio 2015 mit allem installieren kann, aber im Moment reicht es mir erst einmal – die Nerven 🙂

Ich hoffe, dass der Tipp dem einen oder anderen dabei hilft, Windows 7 etwas schneller als ich zu modernisieren!

Viel Spaß dabei

Jochen

Jeder hat mal klein angefangen…

Um einmal ein wenig aus den tief eingelaufenen (Microsoft) Wegen zu entfliehen und vielleicht auch mal einen Blick in die persönliche Zukunft zu werfen, habe ich mich entschlossen ein bisschen (wenn auch private) praktische Erfahrungen im Mobile Umfeld zu sammeln. Nach einigen Enttäuschungen bei Versuchen mit einer Web App (auf Basis von jQuery Mobile) – über die ich vielleicht auch einmal hier berichten werde – und dem bewussten Überspringen von Xamarin (bedingt durch ein ziemlich schlechtes Buch) habe ich als zweiten Versuch direkt das Android SDK mit dem Android Studio verwendet. Lustiger Weise konnte ich hier zig Jahre alte Java Kenntnisse direkt nutzen – irgendwie trotzt einiger Neuerung doch alles sehr vertraut.

Naja, so richtig toll ist die erste App nicht geworden, vor allen was die graphische Gestaltung angeht. Aber sie scheint ihren Zweck zu erfüllen (zum Hintergrund: mein Sohn muss sich in Informatik gerade mit dem Binärsystem auseinandersetzen), daher habe ich sie einfach mal auf Google Play veröffentlicht. Den Quellcode gibt es natürlich auch wie gewohnt auf GitHub, aber da ich selbst noch ganz am Anfang stehe kann man hier nicht viel lernen.

Mein Fazit: nach einigen Einstiegsschwierigkeit ist das Android Studio doch eine recht angenehme IDE. Die Grundstruktur einer Android App ist durchaus vergleichbar mit anderen UI Konzepten, die mir im Laufe der Jahre so begegnet sind – in meinen Augen vor allem WPF und Silverlight. Allerdings glaube ich, dass eine App für alle Formfaktoren wirklich kein Kinderkram ist – ich habe alleine schon Mühe gehabt, eine einfach Seite auf einem Galaxy S4 auch auf einem S3 Mini einigermaßen bedienbar zu bekommen.

Aber ich lerne ja noch 🙂 Und es macht wirklich Spaß, mal wieder Neuland zu betreten – trotz der immer wiederkehrenden kleinen und großen Rückschläge.

In diesem Sinne: Death to the Comfort Zone!

Jochen

„Der Router ist kaputt – das sehe ich aber sofort“

Da es nun schon mal zum vierten Mal passiert ist und sowohl der Telekom-Support vor Ort als auch der 1&1 Support am Telefon an dieser Mär festhält, hier ein keiner Statusbericht zur Aufklärung. Ich verwende einen älteren Fritz!Box WLAN 7170 Router als Anschluss ans DSL. Ab und an (lobenswerter Weise selten, aber immerhin viermal in 2,5 Jahren) ist die Leitung auch mal extern gestört – letztens ein Kabelbruch im Verteiler.

Wenn dieser Fall eintritt und man führt einen Kaltstart (Netzstecker ziehen) des Routers durch, so passiert folgendes (Interpretation, AVM fragen geht leider nicht mehr, da das Modell nicht mehr unterstützt wird): die Box versucht den Aufbau der DSL Verbindung (WLAN LED an, Power LED blinkt im Doppeltakt). Je nach Zustand der DSL Verbindung macht sie das eine Weile, wobei zwischendurch auch mal ein Trennung und Re-Synchronisation probiert wird. Irgendwann ist wohl eine interne Schwelle von Fehlversuchen überschritten und der Router führt einen vollständigen Neustart durch. Danach geht das von vorne los.

Aber irgendwann wird es ganz spannend, dann ist der Router es wohl leid: nach einem Neustart wird KEIN neuer Versuch mehr unternommen, die DSL Verbindung herzustellen. WAN LED ist an, Power LED blinkt langsam UND ALLE ANDEREN LEDs blinken auch. Wenn aber alle LEDs blinken muss der Router (zumindest im oben aufgeführten Personenkreis) wohl kaputt sein – Diskussionen und Hinweise haben sich im Praxistest als völlig sinnlos erwiesen.

Tatsächlich muss man in diesem Zustand NACH der Reparatur der DSL Verbindung einen Kaltstart durchführen, da der Router dies von sich aus nicht macht. Interessant am Rande: irgendwie hat selbst das den Telekom Techniker vor Ort nicht wirklich überzeugt – obwohl der Router wieder einwandfrei arbeitete.

Also bitte liebe Supportmitarbeiter: wenn bei einem 7170 Router alles blinkt heißt das noch lange nicht, dass der Router kaputt ist. Vielleicht ist es ja wirklich ausnahmsweise 🙂 mal die Leitung! Leider gilt das umgekehrt aber nicht: wenn der Router mal tatsächlich kaputt ist, dann blinken evtl. auch alle LEDs. Aber immerhin ist es einen Versuch wert, die Leitung zu prüfen, oder?

Jochen