Über die Notwendigkeit der Deinstallation und andere Widrigkeiten der Installation

Inzwischen habe ich mich dazu durchgerungen bei VCR.NET zu empfehlen, vor einer Neuinstallation die vorherige Version zu deinstallieren – die verbleibenden Konfigurationsdateien sorgen dafür, dass die darauf folgende Installation mit den alten Einstellungen sofort loslegen kann.

Tatsächlich ist die Installation dafür vorgesehen, automatisch eine vorhandene Version zu deinstallieren und eine Installation unter Beibehaltung der Konfiguration durchzuführen. Das klappt auch – fast immer. Leider hat .NET ein paar Fallstricke, die ich zwar versuche, zu umgehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich immer daran denke, denn wie gleich beschrieben ist es etwas lästig.

Die VCR.NET Installation erfolgt auf Basis eines MSI Setup Projektes, dass von Visual Studio 2005 angeboten wird. Da neben dem reinen Kopieren auch spezifischer Code ausgeführt werden muss, enthält das Projekt auch eine Installationskomponente und da liegt der Haken. Wenn eine Deinstallation ausgeführt wird, so muss diese Komponente geladen und ausgeführt werden – schön und gut. Genauso bei der Installation – auch klar, also wo liegt das Problem? Wenn Deinstallation und Installation in einem Schritt erfolgen und die Installationskomponente den gleichen Namen trägt, dann wird die Assembly im neuen MSI für die Installation nicht geladen – ist ja schon eine Assembly mit gleichem Namen im Speicher, wird schon die selbe sein, denkt sich .NET wohl. Ist es aber oft nicht! Darum muss ich bei jeder Änderung an der Installation (und das war für die 3.0 so einiges an Kleinkram) die Installationskomponente umbennen (der Name heute ist JMS.DVBVCR.Installer-14.dll, keine Ahnung, ob das im 3.0 Final auch so sein wird). Wenn ich das vergessen, passieren komische Dinge bei denjenigen, die genau ein Upgrade zwischen den Versionen machen, die den gleichen Namen aber unterschiedlichen Code für die Installationskomponente enthalten.

Genauso kann (aus anderen Gründen) keine Deinstallation auf Basis von .NET 1.1 (VCR.NET 2.6 oder früher) auf eine .NET 2.0 Version (2.7 oder später) in einem Schritt erfolgen. Wieder eine Ausnahme, die man erklären muss.

Wie gesagt: im Prinzip ist das Problem verstanden und im Griff, aber wer einfach nicht nachdenken möchte, macht erst mal die Deinstallation. Ich glaube sogar nicht mal, dass das viel langsamer ist.

Ja, und dann noch ein .NET Spielchen: bei der ersten Installation einer 3.0 Variante muss ein DVB.NET Geräteprofil ausgewählt werden. Um das zu vereinfachen, habe ich einen kleinen Assistenten gebastelt. Leider kennt die Installation nicht das Konzept des Hauptfensters einer Anwendung nicht (naja: vielleicht habe ich es auch nicht gefunden) und der Assistent wird ohne Owner / Parent geöffnet. Trotz diverser Anstrenungen (Top Fenster, ganz nach vorne geholt, …) passiert es ab und zu immer noch, dass der Assistent hinter dem Installationsfenster geöffnet ist und unsichtbar bleibt, bis man das Installationsfenster wegschiebt. Die Suche habe ich vorerst aufgegeben: der Assistent erscheint nun in der Windows Taskbar (wollte ich eigentlich vermeiden), so weiß man wenigstens, dass da was ist und kann ihn damit nach vorne holen.

So long

Jochen

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